Bitte einmal den Zeigefinger auf das Stempelkissen

28. Oktober 2007 - gesus - Lesezeit: 1 min.

gedanken gesusblog

Nur noch wenige Tage, dann geht das Kriminalisierungsverfahren gegen die Bürger in eine neue Runde. Ab dem 1. November 2007 werden in neu beantragten Reisepässen die Fingerabdrücke mit aufgenommen. Also für alle, die 59,00 EUR zu viel auf dem Konto haben und ein biometrietaugliches Passfoto von sich besitzen ist jetzt Mittwoch der letzte Termin zur Beantragung eines neuen Reisepasses

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Ubucon 2007 in Krefeld

22. Oktober 2007 - gesus - Lesezeit: 2 min.

gesusblog nerds' stuff

Am 20. und 21. Oktober fand in der Hochschule Niederrhein in Krefeld die erste Ubucon - eine Konferenz für die deutschsprachige UbuntuCommunity - statt. Da es ja quasi um die Ecke war, konnte ich nicht widerstehen und musste mal vorbeischauen. Etwa 300 Besucher konnten sich an zwei Tagen über Themen informieren, die für Benutzer von Linux interessant sind.

Ich selbst habe nur den Sonntag mitbekommen und konnte einige neue Ideen mit nach Hause nehmen, nachdem ich mir Veranstaltungen über DTP unter Linux, Spamfilter, HDD-Verschlüsselung, exotische Hardware unter Linux und Kernelprogrammierung angehört hatte.

Die Atmosphäre war wirklich schön kuschelig. Der Eintritt war - und das hebt die Veranstaltung wirklich von anderen Konferenzen ab - frei und das Themenspektrum erfreulich breit gefächert. Alles wirkte angenehm, nicht zu straff organisiert und sogar die Mensa der FH hatte auf. Nach dem Closing Event rückten dann alle ein wenig näher zusammen für ein Gruppenfoto. In dieser lockeren Art und Weise machen solche Konferenzen wirklich Spaß und ich hoffe, das war nicht die letzte Ubucon.

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Konsumguerilla

15. Oktober 2007 - gesus - Lesezeit: 1 min.

gedanken gesusblog

Wenn man täglich mit Bus und Bahn unterwegs ist ergeben sich ja einige skurrile Situationen. So auch heute. Ich fuhr morgens mit der S-Bahn zur Arbeit und irgendwann stieg ein kleiner Junge ein, der einen merkwürdigen Koffer bei sich trug. Er setzte sich in die Bank neben mich und ein paar Sekunden später packte er ein Gerät aus, dessen Geräusche die meisten Fahrgäste verblüfften. Die Geräusche waren Tippgeräusche, aber nicht etwa die eines Laptops, sondern die einer alten, mechanischen Schreibmaschine (sogar das Zeilenendglöckchen funktionierte)… ich hätte zu gerne ein Foto gemacht, jedoch fehlte mir das Equipment dazu

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Nerds sind die besseren Liebhaber

9. Oktober 2007 - gesus - Lesezeit: 1 min.

gesusblog nerds' stuff

3sat über Nerds

Nerds sind die besseren Liebhaber (via Chaos TV). Aaaaha, nee ja. Ist klar.

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Mohsen Namjoo im Buchladen

2. Oktober 2007 - gesus - Lesezeit: 2 - 3 min.

gesusblog kultur musik

Ein Konzert der wirklich anderen Art fand letzten Samstag in Bochum statt. Im Hinterzimmer einer iranischen Buchhandlung war eine kleine Bühne aufgebaut mit zwei Teppichen, einer Gesangs- und einer kleinen Verstärkeranlage für eine elektrisch abgenommene Gitarre und für eine ebensolche Setar. Circa 60 Menschen saßen gespannt - gestärkt durch Suppe und Tee - und erwarteten Mohsen Namjoo, einen iranischen Singer and Songwriter, der den Weg in die schmuddelige Stadt im Ruhrpott gefunden hatte.

Der 31jährige sympathische Grauhaarige (ja, es gibt tatsächlich noch mehrere von diesen Exemplaren ;-) ) kam auf die Bühne und begeisterte sein Publikum schon nach wenigen Takten. Die Vielseitigkeit und Virtuosität seines Gesanges war echt ein Erlebnis. Von leisen, wehmütigen Tönen über impulsives Schreien bis zu einem Gesang, der das Bellen eines Hundes nachzuahmen versuchte schien bei ihm alles möglich zu sein, und das bisweilen auch schon einmal im steten Wechsel in ein und demselben Lied. Dieser Wechsel vollzog sich auch sprungartig jedoch harmonisch in der instrumentalen Untermalung des Setarspieles. Traditionell iranisch anmutende Töne konnten mitten im Lied umschlagen in bluesige Melodien. Es war nie berechenbar und die Musik hatte dadurch einen besonderen Witz.

Witz hatte wohl an mancher Stelle auch der Text; die Veranstaltung fand jedoch komplett in persischer Sprache statt und leider reichten meine mittlerweile doch immerhin schon fünf Worte Persisch nicht aus, um diesen auch nur ansatzweise zu verstehen. Aber zum Glück war ich ja mit sehr netten, geduldigen und auch sprachkompetenten Menschen dort, so dass sie mir meine Fragen zu Liedtexten und der späteren Diskussion nachträglich beantworten konnten :-)

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Excel

26. September 2007 - gesus - Lesezeit: 1 min.

gesusblog nerds' stuff

850 * 77.1 = 100000

Auf der Arbeit laufen gerade die ersten Kompatibilitätstest unter Windows Vista und MS Office 2007. Das kann ja heiter werden! ROTFL!

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Traumauto

23. September 2007 - gesus - Lesezeit: 1 min.

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Eine Fahrt mit ffaadd’s Traumauto, das war schön ;-)

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Documenta 12

23. September 2007 - gesus - Lesezeit: 3 min.

gesusblog nerds' stuff

Die sonst doch eher verschlafene hessische Großstadt Kassel wacht alle 5 Jahre auf und lockt Menschen aus aller Welt an, wenn die documenta dort für 100 Tage ihre Pforten öffnet. Endlich konnte ich mir auch einmal ein Bild davon machen, was hinter der “größten Austellung zeitgenössischer Kunst” steckt.

Die Atmosphäre war sehr angenehm. Trotz der Menschenmengen konnten wir ganz entspannt durch die Ausstellungsorte gehen, ohne dass wir uns über stressige, intolerante, oder rücksichtslose Menschen aufregen mussten. Der Anteil der “düsseldorfer Elite-Kunstkonsumenten” war nebenbei bemerkt erfreulich gering. ;-)

Und auch die Organisation und das Drumherum wirkten sehr locker und unkompliziert. Zum Beispiel war es möglich, für 3 EUR einen iPod-Mini zu mieten, auf dem dann eine Audioführung durch alle Ausstellungsorte geboten wurde. Alternativ konnte man auf einer Webseite diese Audiodateien für seinen eigenen mp3-Player herunterladen.

Diese Webseite hätte ich mir doch besser ein bisschen länger angeschaut, denn bei vielen ausgestellten Werken musste ich doch merken, dass man diese ohne die vorherige Lektüre der Beschreibungen gar nicht verstehen kann :-/ Dennoch gab es insbesondere in der Aue-Halle an der Orangerie viele aussagekräftige Werke zu bestaunen, die wirklich sehr zugänglich waren.

Schade war, dass bei so vielseitigen Ausstellungsstücken humorvolle Aspekte der Kunst ein wenig zu kurz kamen. Neben Evas Äußerung zu künstlichen Friedenstauben (gehört ja leider nicht mit zum Programm) gab es nur noch einen: Bei der Audioführung durch die documenta-Halle wurde der Betrachter sinngemäß so an die Giraffe Brownie herangeführt:

Zu der Giraffe Brownie von Peter Friedl möchte ich einfach einmal nichts sagen bis auf, dass sie unglaublich gut zum Teppich passt.

Resümee wie bei prometoys: Sehr viel Input, zu wenig Zeit, zu wenig Vorbereitung, aber trotzdem war gab es einige Höhepunkte.

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Bahman Ghobadi: Half Moon

6. September 2007 - gesus - Lesezeit: 3 min.

film gesusblog kultur

Half Moon heisst der neue Film von Bahman Ghobadi, und ich musste das Ruhrgebiet verlassen, um ihn zu sehen:

Das Regime Saddam Husseins ist gestürzt! Diese Nachricht wird in einem Dorf im kurdischen Teil des Iran mit Freude aufgenommen, denn es bedeutet, dass nach vielen Jahren endlich wieder ein öffentliches Leben von Kurden nebenan im Irak möglich zu sein scheint. Kako, ein Veranstalter von Hahnenkämpfen wittert seine Chance und organisiert sogleich ein Konzert des kurdischen Starmusikers Mamo. Dieses Konzert soll im Irak stattfinden, denn nun gibt es endlich auch wieder die Möglichkeit dort ohne Probleme einzureisen. Doch was genau ohne Probleme bedeutet, erfahren Mamo, Kako und die Band im weiteren Verlauf.

Erschwerend kommt hinzu, dass zur Kapelle selbst neben den zahlreichen Söhnen Mamos auch die Sängerin Hesho gehört. Da Frauen im Iran das öffentliche Singen vor Männern verboten ist wird die an sich legale Grenzüberschreitung zu einer harten Odyssee.

Mehr möchte ich aber nicht verraten, nur so viel, dass ich den Film von verschiedenen Seiten her als sehr bereichernd empfunden habe. Dieser Fleck auf der Erde hat seinen Charme, und das kommt auch rüber. Es ist kein brutaler Film, aber trotz der zahlreichen heiteren Momente auch alles andere als eine Komödie. Es ist schon bezeichnend, dass unter anderem deutlich wird, dass die Einfuhr von Opium an der Grenze keine Probleme zu bereiten scheint, wohl aber die Einreise einer Frau. Regisseur Bahman Ghobadi scheut - ganz nebenbei bemerkt - nicht davor zurück, in einer Manier von Werner Herzog die Erhabenheit der Landschaft und die Details des täglichen Lebens emotional und in voller Breite (nicht zuletzt auch durch die doch recht spezielle musikalische Untermalung) zu inszenieren. Dies ist doch für den zeitgenössischen Film recht einzigartig, aber durchaus mehr als gelungen. Ein wirklich guter Film, der leider in viel zu wenigen Kinos läuft1.

Eine detaillierte Kritik zu “Half Moon” gibt es u.a. hier. Aber Vorsicht vor den Spoilern!

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Nachts in den Büschen

5. September 2007 - gesus - Lesezeit: 3 - 4 min.

gesusblog nerds' stuff

Geocaching ist eine Art elektronische Schatzsuche oder Schnitzeljagd. In der klassischen Form werden die Verstecke (Geocaches) anhand geographischer Koordinaten im Internet veröffentlicht und mit Hilfe eines GPS-Empfängers gesucht. Hat man ursprünglich diese Schnitzeljagd noch mit Landkarte und Kompass bewältigt, so erfreut sich seit dem Wegfall der künstlichen Verschlechterung des Signals (selective availability) im Jahre 2000 das Cachen mit Hilfe von GPS-Geräten großer Beliebtheit, denn mit der erhöhten Erreichbarkeit und Genauigkeit des Signals wurden auch andere Spieltypen möglich.

Neben der ursprünglichen Form (dem tradional geocache), bei dem einfach ein kleines Döschen an einer zuvor im Internet veröffentlichten Stelle versteckt ist, gibt es - neben anderen Formaten - immer mehr multi-caches. Das bedeutet, dass nicht mehr die Position des Verstecks im Internet veröffentlicht wird, sondern nur eine Startposition an der man Aufgaben lösen muss, die einen dann zu den nächsten Stationen führt und dann schließlich zum Cache selbst… die Aufgaben sind höchst unterschiedlich und manchmal sehr kreativ.

Notiere die ersten vier Zahlen auf dem Buchstabenfressenden Monster bei der Koordinate x,y!” oder “Wie viele rot reflektierende Punkte gibt es an der Kirche bei i,j?

Sowas führt auch schon einmal zu komischen Situationen, denn nachts an einer Kirche in Büschen rumspringende Menschen, die dieselbe mit einer Taschenlampe ableuchten, sind nicht wirklich vertrauenerweckend. ;-) Das wahrlich Schöne an der Sache ist, dass man bei dieser Schnitzeljagd tolle neue Sachen kennenlernt; neue Gegenden, neue Objekte in bereits bekanntem Terrain oder einfach unglaublich reizvolle Wanderrouten abläuft, die vom CacheOwner liebevoll aufgearbeitet wurden.

Da es manchmal auch gefährliche Situationen gibt empfiehlt es sich, nicht alleine rauszugehen. So kommt es vor dass ich schonmal mit berühmten Lyrikern aus Styrum auf die Suche gehe oder - wie gestern - nach der Arbeit mit An0pheles das GPS-Gerät anschmeiße und mich auf die Suche mache.

Geocaching ist der ideale Ausgleichssport für Nerds und andere Menschen, die den ganzen Tag in der Bude hocken oder vorm Rechner hängen, denn man hat einen Anreiz auch bei schlechtem Wetter eine Runde an der frischen Luft zu drehen. Ich bin begeistert und suche weiter und weiter und weiter… :-)

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